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Zehntausende Menschen haben in Washington vor dem Hintergrund der
geplanten Gesundheitsreform gegen die Politik von US-Präsident Barack
Obama demonstriert.
Auf zahlreichen Plakaten wurde er als «Sozialist» angeprangert. Es
war die bisher größte Protestaktion seit Obamas Amtsantritt im Januar,
nachdem seine Reformpläne bereits in den vergangenen Wochen bei
Bürgerversammlungen zu erbitterten Auseinandersetzungen geführt hatten.
Obama setzte unterdessen seinen Werbefeldzug für das Vorhaben mit einer
leidenschaftlichen Rede in Minneapolis fort.
Der Protest am Samstag in Washington war von mehreren konservativen
Gruppen organisiert worden. Er richtete sich vor allem gegen Obamas
Idee, privaten Anbietern eine staatliche Krankenversicherung
entgegenzusetzen und gegen die hohen Kosten der Reform -
schätzungsweise bis zu einer Billion Dollar im Zeitraum von zehn
Jahren. Generell lasteten die Demonstranten der Regierung Obama
zügellose «Ausgabenwut» an, forderten geringere Steuerlasten und
wandten sich gegen den ihrer Ansicht nach zu großen staatlichen
Einfluss auf ihr Leben.
Viele waren in einem «Sternmarsch» auf die US-Bundeshauptstadt schon
Ende August mit Bussen in Kalifornien aufgebrochen, um mit einer Tour
durch 34 Städte auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.
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